Die Organisation Irecoop Emilia-Romagna veranstaltete das erste Kick-Off-Meeting des Erasmus+ Projekts „All-Inclusive School“ (AIS).

Am 15. und 16. November 2018 empfing die Irecoop Emilia Romagna die italienischen und ausländischen Partner des Projekts „All-Inclusive School“ (KA2 Strategische Partnerschaften), das vom Erasmus+-Programm der Europäischen Union mitfinanziert wird.

Die Veranstaltung fand im Kooperationspalast in Bologna statt. Dieses erste Treffen unter den Projektpartnern war die einzigartige Gelegenheit, die Arbeit der Sozialgenossenschaft Archilabò aus Bologna und der Staatlichen Technischen Hochschule „Ignazio Calvi“ aus Finale Emilia (Italien), der Schulgenossenschaft Colegio Huerta Santa Ana aus Sevilla (Spanien), des Landkreises Kassel (Deutschland), des Kreiszentrums für Ressourcen und Bildungshilfe aus dem Kreis Vaslui (Rumänien) und der Universität Leuven-Limburg von Leuven (Belgien) zu entdecken.

Pierlorenzo Rossi, Präsident der Irecoop Emilia-Romagna, begrüßte die AIS-Partner und stellte die Besonderheiten und bewährten Praktiken des Genossenschaftssystems Emilia-Romagna vor, welche besonders interessant sind, wenn es um soziale Aspekte geht. Im Genossenschaftswesen in der Emilia-Romagna engagieren sich Genossenschaftsunternehmen täglich für die soziale Eingliederung von Menschen mit starken Beeinträchtigungen. Das System selbst ermöglicht es auf diese Weise, Kompetenzen und Fertigkeiten zu entwickeln, die für das regionale und europäische Schulsystem nützlich sind, indem es Lehrern und Erziehern geeignete Instrumente zur Verfügung stellt, um die Integration der Schule und die Unterstützung der Sonderpädagogik zu fördern.

Morena Manni und Margherita Dalla Casa, R&D Leiterin und Internationale Projekt Koordinatorin in der Irecoop Emilia-Romagna, erläuterten ausführlich, was „All-Inclusive School“ ist: ein soziales Innovationsprojekt, das auf die Entwicklung didaktischer Werkzeuge abzielt, die Lehrer und Erzieher bei ihrer Arbeit in der Klasse unterstützen. Diese Instrumente werden dazu beitragen, eine integrative und digitale Didaktik zu fördern, die in der Lage ist, die Integration von Schülern mit besonderen Bedürfnissen (insbesondere mit kognitiven Behinderungen) im Klassenzimmer zu verbessern.

Das Treffen war eine wichtige Gelegenheit, die Arbeitsrichtlinien innerhalb der Partnerschaft, den Kommunikations- und Verbreitungsplan festzulegen und schließlich die nächsten Schritte im Zusammenhang mit der Entwicklung und Schaffung der AIS-Ergebnisse aufzuzeigen.

Insbesondere wird die AIS-Partnerschaft in den nächsten zwei Jahren an der Erstellung der folgenden Ergebnisse arbeiten:

ALL-IN IDENTIKIT: Eine Forschung zur Entwicklung eines Wunschbildes des integrativen europäischen Lehrers. Die Forschungsarbeiten werden von der Universität Leuven-Limburg koordiniert, einem wissenschaftlichen Partner, der in der Lage ist, methodische Vorgaben zu entwickeln, die für die Definition einer vergleichenden und qualitativen Suche nützlich sind.

ALL-IN TEACHER KIT: ein praktischer Leitfaden, der sich auf den Einsatz didaktischer kooperativer und integrativer Strategien und auf die Werkzeuge zur Unterstützung des integrativen Lehrers/Erziehers konzentriert. Der Projektkoordinator Irecoop Emilia-Romagna wird die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Leitfaden leiten.

ALL-IN SOCIAL BOOK CREATOR: eine kostenlose Web-App für die kooperative Erstellung von offenen, integrativen und zugänglichen Sozialbüchern. Die App wird dank der technischen Kompetenzen der Organisation Archilabò entwickelt, die auf die Entwicklung digitaler, integrativer und Open-Source-Technologien spezialisiert ist. 

Ein breites Netzwerk nationaler und internationaler Interessenvertreter wird zur Verbreitung der Ergebnisse in ganz Europa beitragen:

– In Italien: die Gewerkschaft Confcooperative Emilia Romagna, das sozio-sanitäre Institut Azienda Asl di Bologna, die Region Emilia-Romagna, das Regionalschulbüro Emilia-Romagna und mehrere Schulinstitute, die auch die Pilot-AIS-Materialien testen werden (Itis Nullo Baldini di Ravenna, Istituto Alberghiero Pellegrino Artusi, Iis Einaudi, Liceo Artistico Arcangeli, Iis Paolini Cassiano, Itcs Salvemini, Istituto alberghiero Scappi, Ipsia Vallauri, Liceo Fanti und Istituto professional Cattaneo Deledda.

– In Deutschland: die Wilhelm Leuschner Schule, Vorbildschule zum Thema Inklusion, das Staatliche Schulamt Kassel, das Studienseminar und das Kasseler Bündnis Inklusion e. V.

– In Rumänien: die Sozialhilfe, das Ministerium für Jugendschutz, das Rathaus von Vaslui und mehrere Sekundarschulen und lokale ONGs, die Schüler mit besonderen Bedürfnissen unterstützen.

– In Spanien: das Netzwerk Aces mit mehr als 138 kooperativen Schulen.

– In Belgien: die Schulen, die mit der Abteilung „Special and Inclusive Education“ der Universität Löwen-Limburg zusammenarbeiten.

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Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte unter: harald-kuehlborn@landkreiskassel.de oder Tel.: 0561 1003 1506.