Zweites transnationales Projekt-Treffen des Erasmus+ Projekts „All-Inclusive School“

Am 7. und 8. März 2019 waren die Partner des Erasmus+-Projekts “All Inclusive School” zu Gast bei der Schulaufsicht und beim Zentrum für Lehrerfortbildung des Landkreises Vaslui (Rumänien) in der schönen Stadt Vaslui im Osten Rumäniens.

Die teilnehmenden Projektpartner Irecoop Emilia-Romagna (eine Dachorganisation von Genossenschaften aus Bologna, Italien), Archilabò (ein Internet-Dienstleister aus Italien), die Staatliche Technische Fachoberschule Ignanzio Calvi (Italien), das Gymnasium Huerta Santa Ana (Spanien), der Landkreis Kassel (Deutschland), die Schulaufsicht und das Zentrum für Lehrerfortbildung des Landkreises Vaslui (Rumänien) und die Universität Limburg (Belgien) waren zusammengekommen, um weiter an den Inhalten des Projekts zur Verbesserung der inklusiven Beschulung in Europa zu arbeiten.

Die Stellvertretende Schulamtsleiterin Dr. Ana Cristiana Botan und die Leiterin des Zentrums für Lehrerfortbildung des Landkreises Vaslui Dr. Daniela Laic, begrüßten die Teilnehmer und informierten über das Schulsystem in Rumänien. Nach einer Übersicht über den aktuellen Stand der Dinge im Projekt durch den Projektkoordinator Irecoop Emilia-Romagna, begann die Arbeit an den zu entwickelnden Hilfestellungen für Lehrer, Sozialpädagogen, Schulen und Schüler zum Thema Inklusion.

Die Universität Limburg, die sich mit federführend mit den Anforderungen an inklusiven Unterricht und die Arbeit der Lehrkräfte und beschäftigt, präsentierte die Ergebnisse der von den Projektpartnern gesammelten Informationen über die aktuelle Situation in ihren jeweiligen Ländern und die Wünsche an die zu entwickelnden Unterrichtsmaterialien. Diese vorbereitende Bilanz ist die Basis für die im Projekt erstellten Anforderungen an inklusiven Unterricht, die in einem ALL-IN IDENTIKIT – Grundlagen zur Entwicklung eines Ideals für eine europäische inklusive Lehrkraft – zusammengeführt werden. Dieses Dokument richtet sich an Lehrkräfte in weiterführenden Schulen in Europa. Die Partner diskutierten außerdem über neue strategische Ansätze, um möglichst viele Lehrkräfte für das Thema Inklusion zu gewinnen, um so auch den Erfolg und die Sichtbarkeit des Projekts sicherzustellen.

Danach stand ein weiteres zu erzielendes Projektergebnis im Mittelpunkt: Das ALL-IN TEACHER KIT, ein praxisorientiertes Handbuch für die Nutzung gemeinsamer und inklusiver Didaktiken und Lehrstrategien. Der Schwerpunkt lag dabei auf den konkreten Werkzeugen, die Inklusion in Schulen unterstützen können.

Irecoop Emilia-Romagna koordiniert diesen Projektteil und im Zuge der Diskussion wurden Ideen und neue Ansätze erarbeitet, die sich aus den Befragungen zum Identikit ergaben. Alle Partner waren sich einig, das Handbuch so praktisch und nutzbar wie möglich zu machen. Das Endergebnis wird sich auf verschiedene Methoden und beispielhafte Unterrichtsverläufe konzentrieren, die leicht und einfach für unterschiedliche Situationen im Lernalltag in der Klasse anwendbar sind.

Ein weiteres Arbeitsthema waren die bisherigen Vorarbeiten für die Entwicklung eines ALL-IN SOCIAL BOOK CREATOR, einer kostenlosen App zur Erstellung und Veränderung von inklusiven und barrierefreien zugänglichen „Social Books“. Die App wird von der Genossenschaft Archilabò entwickelt, die im Rahmen  des Treffens die neuesten Entwicklungsschritte unter Einbeziehung der Erfahrungen mit bereits existierenden „Social Books“ in den unterschiedlichen Ländern vorstellte. Die App wird die Ergebnisse der anderen Projektbereiche aufnehmen und wird eine einfache und leicht zugängliche Methode sein, den Zusammenhalt in Klassen und Lerngruppen zu verbessern, ohne unterschiedliche Auffassungen zu negieren.

Über diese inhaltlichen Punkte hinaus war das Treffen in Vaslui eine wichtige Möglichkeit, die Art und Weise der Zusammenarbeit im Projekt und die nächsten anstehenden Schritte genauer zu besprechen und festzulegen. So ist vorgesehen, in einem nächsten Schritt, Schulen über die Nutzung von E-Twinning und anderer europäischer Austauschplattformen für das Projekt zu interessieren. Abschließend präsentierte Irecoop Emilia-Romagna, die auch für die Entwicklung der Webseite des Projekts zuständig sind, den ersten Entwurf der Webseite. Wenn Sie schon neugierig sind, einfach noch etwas Geduld mitbringen – die Projektwebseite geht in wenigen Wochen an den Start. Wir werden den Start der Webseite rechtzeitig bekannt geben.

“All-Inclusive School” ist ein Projekt des Programms “KA2 Strategische Partnerschaften”, das aus dem Erasmus+-Programm der Europäischen Union mitfinanziert wird.